Blick auf das neue Rathaus in Künzelsau.

Kinderstadt auf Taläcker: Demokratie spielerisch erleben

20 Kinder gestalten gemeinsam ihre eigene Stadt

Mehrere Kinder stehen bei der Kinderstadt in der Mehrzweckhalle auf Taläcker vor einer Gruppe und präsentieren sich als Bürgermeisterkandidaten.
Bei der Kinderstadt auf Taläcker stellen die Bürgermeisterkandidaten ihre Ideen vor und werben um die Stimmen der anderen Kinder. Foto: Madeleine Schmauss.

Wie funktioniert eigentlich eine Stadt? Wie wird Geld verdient? Und wer entscheidet, welche Regeln gelten? Diesen Fragen gingen 20 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren bei der Ferienaktion „Kinderstadt“ auf Taläcker nach. Gemeinsam mit dem Jugendreferat Künzelsau verwandelten sie die Mehrzweckhalle in ihre eigene kleine Stadt und erlebten dabei spielerisch, wie Berufsleben, Wirtschaft und Demokratie funktionieren.

Arbeiten, Geld verdienen und die eigene Stadt gestalten

In der Kinderstadt übernahmen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz unterschiedliche Aufgaben und Berufe. Sie arbeiteten unter anderem als Köche, Polizisten, Verkäufer, Journalisten, Bankmitarbeiter oder Jahrmarktbetreiber. Auch der Bürgermeister gehörte selbstverständlich zur Stadt dazu.

Für ihre Arbeit erhielten die Kinder eine eigene Währung, die sie anschließend innerhalb der Kinderstadt wieder ausgeben konnten. So entstand ein kleiner Wirtschaftskreislauf, in dem die Kinder selbst erleben konnten, wie Arbeit, Verdienst und Konsum miteinander zusammenhängen.

Dabei waren Eigeninitiative und Kreativität gefragt: Die Kinder konnten verschiedene Tätigkeiten ausprobieren, Verantwortung übernehmen und selbst mitgestalten, wie sich ihre Stadt entwickelt.

Bürgermeisterwahl und Bürgersitzung

Ein wichtiger Bestandteil des Ferienprogramms war die Demokratie. Im Rahmen der Kinderstadt fanden Bürgermeisterwahlen statt. Die Kandidatinnen und Kandidaten machten Wahlkampf, stellten ihre Ideen vor und warben um die Stimmen der anderen Kinder.

In gemeinsamen Bürgersitzungen besprachen die Bewohnerinnen und Bewohner aktuelle Themen ihrer Stadt, stellten Regeln auf und trafen gemeinsam Entscheidungen. Dabei lernten die Kinder ganz praktisch, was Mitbestimmung bedeutet, warum unterschiedliche Meinungen dazugehören und wie wichtig Kompromisse für eine Gemeinschaft sind.

Auch der Umgang mit Erfolg und Niederlagen gehörte dazu, schließlich konnte bei einer Bürgermeisterwahl nicht jeder Kandidat gewinnen.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Die Kinderstadt verband Ferienprogramm und jede Menge Spaß mit wichtigen Erfahrungen für den Alltag. Die Kinder konnten neue Rollen ausprobieren, Verantwortung übernehmen und erleben, dass eine Gemeinschaft davon lebt, dass sich jeder einbringt.

So wurde die Mehrzweckhalle auf Taläcker für die Dauer der Ferienaktion zu einer kleinen Stadt, in der Demokratie und gesellschaftliches Zusammenleben nicht nur erklärt, sondern direkt erlebt wurden.