Blick auf das neue Rathaus in Künzelsau.

Fünf Bäume für fünf Ehrenbürger: Künzelsau pflanzt Zeichen der Verbundenheit

Am Wiesweg entsteht eine Streuobstwiese, die Wertschätzung, Heimatverbundenheit und Zukunft miteinander verbindet

Vier Herren und zwei Damen stehen auf einer Straße nebeneinander. Im Hintergrund eine Natursteinmauer und ein grüner Wiesenhang mit Bäumen
Die Künzelsauer Ehrenbürgerinnen und -bürger haben sich mit Bürgermeister Neumann bei ihren Ehrenbürgerbäumen im Wiesweg getroffen, von links: Professor Dr. Alexander Gerst, Albert Berner, Ursula Berner, Stefan Neumann, Professor Dr. h. c. mult. Reinhold Würth und Carmen Würth. Foto: Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH.

Fünf Obstbäume, fünf besondere Persönlichkeiten und eine gemeinsame Verbindung zu Künzelsau: Am 8. Oktober 2026 hat die Stadtverwaltung fünf bereits im Laufe des Jahres am Wiesweg gepflanzte Obstbäume offiziell ihren Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürgern gewidmet. Auf Einladung von Bürgermeister Stefan Neumann kamen Professor Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe, seine Frau Carmen Würth, Ursula Berner, Albert Berner und ESA-Astronaut Professor Dr. Alexander Gerst zu diesem besonderen Anlass zusammen. Mit den persönlichen Widmungen würdigt die Stadt das Engagement der fünf Persönlichkeiten und setzt zugleich ein Zeichen für Nachhaltigkeit und die Zukunft Künzelsaus.

„Wir pflanzen nicht nur Bäume, sondern setzen ein Zeichen für Verbundenheit, Verantwortung und Zuversicht“, betonte Bürgermeister Stefan Neumann. Die Bäume seien Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber Menschen, die Künzelsau auf unterschiedliche Weise geprägt, unterstützt und vorangebracht hätten. Zugleich sollen sie auch kommenden Generationen zeigen, wie eng die Stadt mit ihren Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürgern verbunden ist.

Carmen und Professor Dr. h. c. mult. Reinhold Würth vor dem Birnbaum, der dem Ehrenbürger gewidmet ist. Foto: Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH.

Jeder Baum mit einer persönlichen Widmung

Die Auswahl der Obstsorten verleiht der Pflanzaktion eine individuelle Note: Professor Dr. h. c. mult. Reinhold Würth wurde ein Birnbaum gewidmet, Carmen Würth ein Pflaumenbaum. Für Albert Berner wurde ein Kirschbaum gepflanzt, für Ursula Berner ein Apfelbaum und für Professor Dr. Alexander Gerst ein Aprikosenbaum.

Carmen und Reinhold Würth sowie Ursula und Albert Berner freuten sich über die besondere Geste der Stadtverwaltung. Mit den persönlichen Widmungen würdigt Künzelsau ihr langjähriges Engagement und ihre Verbundenheit mit der Stadt. Beide Familien haben die Entwicklung Künzelsaus auf vielfältige Weise mitgeprägt und wichtige Impulse für Wirtschaft, Kultur und das gesellschaftliche Leben gesetzt. Die Obstbäume sollen diese besondere Verbindung sichtbar halten und die Erinnerung an ihr Wirken über Generationen hinweg bewahren.

Ein Herr in blauer Fliegerjacke und ein Herr in Anzug und beigem Mantel steht neben einem Baum.
Professor Dr. Alexander Gerst und Bürgermeister Stefan Neumann bei dem Aprikosenbaum, der dem ESA-Astronauten und Ehrenbürger gewidmet ist. Foto: Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH.

Auch Alexander Gerst, der in Künzelsau aufgewachsen ist, freute sich über den ihm gewidmeten Aprikosenbaum. Er brachte seine Verbundenheit mit seiner Heimat zum Ausdruck und erinnerte daran, wie sehr ihn seine Herkunft auf seinem Lebensweg geprägt hat. Dabei schlug er einen Bogen von den Wurzeln, die Menschen Halt geben, zu den Flügeln, die sie brauchen, um ihre Träume zu verwirklichen: „Gute Eltern haben die Aufgabe, ihrem Kind Wurzeln und Flügel zu verleihen. Das ist das Wichtigste im Leben. Ich hatte das Privileg, dass ich beides von meinen Eltern bekommen habe, aber auch von der Region hier und der Stadt Künzelsau. Ich bin hier aufgewachsen und wurde dazu inspiriert, meinen Träumen eine Chance zu geben. Dafür bin ich sehr dankbar. Und jetzt freue ich mich umso mehr, dass ich mit diesem Baum hier ganz offiziell und buchstäblich Wurzeln schlage. Vielleicht gelingt es ihm ja, auch künftige Generationen von Künzelsauerinnen und Künzelsauern zu inspirieren, ihren Träumen eine Chance zu geben.“

Aus fünf Bäumen soll eine Streuobstwiese wachsen

Die fünf Bäume bilden den Auftakt für eine Streuobstwiese, die künftig weiter wachsen soll. Über die städtische Stiftung „Unser Künzelsau“ können auch Einwohnerinnen und Einwohner sowie Unternehmen Baumpatenschaften übernehmen und das Projekt unterstützen. Geplant ist eine gemeinsame Pflanzaktion pro Jahr.
 
Damit verfolgt die Stadtverwaltung zwei Ziele: Die Streuobstwiese soll ein Ort der Erinnerung und Verbundenheit werden und zugleich einen Beitrag zum Erhalt der heimischen Kulturlandschaft und zur Förderung der Artenvielfalt leisten.

Musikalisch begleitet wurde die Pflanzaktion von einer Bläsergruppe der Jugendmusikschule Künzelsau unter der Leitung von Stefan Bender.

Weitere Bäume durch Spenden ermöglichen

Wer die Baumpflanzaktion unterstützen und dazu beitragen möchte, dass weitere Bäume hinzukommen, kann an das städtische Konto spenden: Bankverbindung Sparkasse Hohenlohekreis. IBAN DE02 6225 1550 0005 0018 08, Verwendungszweck: „Spende Baumpflanzaktion“.

Für Spenden ab 300 Euro stellt die Stadtverwaltung Künzelsau eine Spendenbescheinigung aus. Bei geringeren Beträgen genügt gegenüber dem Finanzamt in der Regel ein einfacher Zahlungsnachweis, beispielsweise ein Kontoauszug. Auf Wunsch kann auch für kleinere Spenden eine Bescheinigung ausgestellt werden. Hierfür sind Name und Anschrift der spendenden Person per E-Mail an kasse@kuenzelsau.de mitzuteilen. Die Angaben müssen mit denen des Kontoinhabers übereinstimmen.