Pressemitteilung

Entwicklungsprogramm ländlicher Raum:


Dabei fließen in den Hohenlohekreis nochmals über 700.000 Euro. „Damit gewinnt das ELR für die Innenentwicklung und Grundversorgung unserer ländlich geprägten Orte hier im Hohenlohekreis zunehmend an Bedeutung“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth. Derzeit können Anträge für das aktuelle ELR-Jahresprogramm 2020 bei den Bürgermeisterämtern eingereicht werden. Für die Priorisierung der Anträge sind die Projektqualität, die Vollständigkeit der Unterlagen, die zügige Umsetzung der Maßnahmen und daraus folgend ein rascher Mittelabruf entscheidend. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz entscheidet im Frühjahr 2020 über die Aufnahme in das ELR. Daher ist es notwendig, dass die Unterlagen zu den privaten Projekten bis spätestens 30. August 2019 bei der Stadtverwaltung vorliegen.
Wer ein Projekt plant, für das eine Förderung in Frage kommen könnte, kann sich gerne an David Hägele, Telefon 07940/129-422, E-Mail david.haegele@kuenzelsau.de wenden, um die erforderlichen Unterlagen abzustimmen. Ansprechpartner im Landratsamt Hohenlohekreis ist Martin Hellemann, Telefon 07940 18-272, E-Mail Hellemann-Brenner@hohenlohekreis.de. Weitere allgemeine Informationen über die Fördervorrausetzungen, die Förderhöhe und das Verfahren zur Antragsstellung unter https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/foerderung/elr/.

Hintergrund
Ziel des ELR ist es, im ländlichen Raum attraktive Ortskerne zu schaffen, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen und eine wohnortnahe Versorgung sichern, sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Umnutzungen leerstehender Gebäude zu Wohnraum, Aufstockungen, umfassende Sanierungen und die Schließung von Baulücken im Ortskern tragen zur Nachverdichtung bei und stehen im Focus der Förderung. Dies gilt auch für Siedlungsflächen der 60er Jahre, sofern diese mit dem Ortskern zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf nachweisen. Für den Förderschwerpunkt Wohnen werden daher voraussichtlich etwa die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt. ELR-Projekte, die überwiegend nachwachsende Rohstoffe wie zum Beispiel Holz als Baustoff einsetzen, können einen um fünf Prozentpunkte erhöhten Fördersatz erhalten. Neben der Förderung für die Schaffung von eigengenutztem Wohnraum können auch Mietwohnungen zur Fremdvermietung in Bestandsobjekten berücksichtigt werden. Generell gilt, dass in dem betreffenden Ort kein förmlich festgesetztes Sanierungsgebiet ausgewiesen sein darf. Ein wesentlicher Standortfaktor für den Ländlichen Raum ist die wohnortnahe Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen. Deshalb werden im Förderschwerpunkt Grundversorgung der Erhalt von Dorfgasthäusern, Dorfläden, Metzgereien, Bäckereien und weiterer Handwerksbranchen sowie die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung vorrangig berücksichtigt. Im Förderschwerpunkt Arbeiten können Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten Zuwendungen erhalten für Verlagerungen aus Gemengelagen sowie Reaktivierung von Gewerbebrachen, Umnutzungen, Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen, wenn hierdurch neue Arbeitsplätze geschaffen oder bestehende Arbeitsplätze gesichert werden.

  • Stadtverwaltung Künzelsau
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