Pressemitteilung

Planungswettbewerb Stadteingang Stuttgarter Straße


beschreiben, die das Preisgericht am 12. Dezember 2018 mit dem ersten Preis für eine Neugestaltung des Stadteingangs von Künzelsau ausgezeichnet hat. Der städtebauliche Entwurf, den das Büro ORplan Partnerschaft für Architektur und Städtebau aus Stuttgart entwickelt hat, gefiel den Preisrichtern aus verschiedenen Gründen am besten.

„Ich freue mich, dass wir interessante und gute Ergebnisse im Rahmen des gemeinsamen Städtebaulichen Wettbewerbs erzielt haben“, so Landrat Dr. Matthias Neth. „Der Entwurf, welcher vom Preisgericht als bester Entwurf gewertet wurde, ist meiner Meinung nach baulich sehr gut umsetzbar. Wir müssen kreisseitig parallel zur Rahmenkonzeption der Stadt Künzelsau nun überlegen, welchen Inhalt wir für den Neubau des Landratsamtes unterlegen und somit die Machbarkeitsstudie fortschreiben. Im kommenden Jahr wird sich der Kreistag dann abschließend mit der Frage des Standorts beschäftigen müssen.“
 
Bei einem Pressegespräch im Foyer des Rathauses Künzelsau haben den Sieger-Entwurf des Büros Orplan vorgestellt, v.l.n.r., Professor Wolfgang Schreiber, Vorsitzender des Preisgerichts, Architektin Christine Tritschler vom Büro Orplan, Bürgermeister StefanBürgermeister Stefan Neumann sieht in dem Sieger-Entwurf eine historische Chance. „Vom Wettbewerb haben wir uns Ideen für eine Neugestaltung unseres Stadteingangs versprochen. Meine Erwartungen sind mehr als erfüllt. Der vom Preisgericht favorisierte Entwurf zeigt unter anderem Lösungen für den Neubau des Landratsamtes, die Verkehrs- und Parkplatzsituation und eine Verbesserung für das Kaufland auf, welches neben dem neuen Landratsamt ein echtes Highlight werden könnte. Wir möchten diese Einkaufsmöglichkeit im Stadtzentrum halten, ausbauen und eine gute Zukunftsperspektive dafür schaffen. Die Nahversorgung der Kernstadt und auch des Wohngebietes Taläcker könnten wir somit langfristig sichern. Natürlich kostet so ein Wettbewerb nicht wenig Geld. Und auch die weitere Entwicklung des städtebaulichen Rahmenplans und des Bebauungsplans kosten Geld. Gleichzeitig bieten diese Pläne aber auch die Grundlage für Investitionen in Millionenhöhe von kommunalen und privaten Bauherren.“
 
Professor Wolfgang Schreiber, Vorsitzender des Preisgerichts, fasst das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs so zusammen: „Die Wettbewerbsaufgabe war ungewöhnlich komplex. Allein zur Frage Standort Landratsamt mussten die Wettbewerbsteilnehmer mehrere Optionen abwägen, um letztlich zu einer Entscheidung zu kommen, die den städtebaulichen Kontext schlüssig beantwortet. Von Erhalt und Erweiterung des bestehenden Gebäudes über Abbruch und Neubau am jetzigen Standort bis vollständigem Neubau etwa auf dem heutigen Schotterparkplatz war alles offen. Ganz wichtig war gleichzeitig die Frage, wie sich ein vergrößertes Kaufland mit den notwendigen Parkplätzen in Zukunft an dem prominenten Standort darstellen soll. Eine erhebliche Schwierigkeit lag darüber hinaus in der verkehrlichen Anbindung des Quartiers an die Stuttgarter Straße und in der inneren Erschließung. Sehr wichtig war auch die Frage, wie Fußgänger und Radfahrer aus dem Stadtkern und vom Busbahnhof schlüssig in das Gebiet eingeführt werden und beispielsweise zur Talstation der Seilbahn gelangen. Diese wichtigen Punkte mussten nun zusammengeführt werden in ein angemessenes städtebauliches Gefüge mit einladenden öffentlichen Freiräumen und identitätsstiftendem Erscheinungsbild. Der dem ersten Preis zugrunde liegende Entwurf ORplan aus Stuttgart gibt die nach Meinung des Preisgerichtes richtigen Antworten. Demnach wird das neue Kreishaus mit Tiefgarage im Bereich des heutigen Schotterparkplatzes gesehen. Auf dem bisherigen Standort werden Wohnungen und kleinteilige gewerbliche Nutzungen Platz finden. Die für Künzelsau so wichtige Verbesserung der Stadteinfahrt soll darüber hinaus in fernerer Zukunft maßgeblich von einem neuen, fast futuristisch anmutenden Baukörper für den innerstädtischen Kaufmarkt mit ergänzenden Einkaufs- und Dienstleistungsangeboten geprägt werden. Besonders überzeugen konnte die Einführung einer stadträumlich gut formulierten direkten Fußgängerverbindung vom Rathauseck bis zum Kaufland und zur Talstation.
Das Preisgericht konnte durch intensive Diskussionen und Vergleiche mit den anderen - sehr unterschiedlichen - Entwürfen eine sichere Entscheidung zugunsten der deutlich vorne platzierten Arbeit treffen.“
 
Hintergrund
Wie kann das Areal am Künzelsauer Stadteingang im Bereich der Stuttgarter Straße idealerweise neu gestaltet werden? Darüber haben sich Stadtplaner und Architekten Gedanken gemacht und ihre Ideen in Form von Plänen und Modellen bei dem Planungswettbewerb eingereicht. Anlass des gemeinsamen Wettbewerbs von Landkreis und Stadt ist, im Zusammenhang mit dem geplanten Neu-/Umbau des Landratsamts für diesen zentralen Innenstadtbereich eine gesamträumliche Entwicklungsperspektive zu formulieren, die identitätstiftend und aufwertend für den Stadtkern ist. Am 27. August 2018 tagte das Preisgericht (nichtöffentlich), das sich aus Architekten, Stadtplanern und Vertretern des Hohenlohekreises, aus dem Gemeinderat und von der Stadtverwaltung Künzelsau zusammensetzt. Dort beim Auftakt- und Rückfragenkolloquium hatten die am Wettbewerb teilnehmenden Planer die Gelegenheit, dem Preisgericht Fragen zu stellen und Informationen zu erhalten. Am 22. Oktober mussten die Pläne, am 29. Oktober 2018 die Modelle abgegeben werden. „pp a/s Pesch Partner Architekten Stadtplaner“ aus Stuttgart betreut das Verfahren. Das Ergebnis der Vorprüfung durch dieses Fachbüro und die abgegebenen Planentwürfe wurden dem Preisgericht am 12. Dezember 2018 (nichtöffentlich) vorgestellt. Die Preisrichter bewerteten die anonymisierten Arbeiten und wählten die besten Arbeiten aus:
 
1. Preis – ORplan Partnerschaft für Architektur und Städtebau mbH, Stuttgart mit Rohn Trischler Architekten, Stuttgart. Preissumme 14.000 Euro.

2. Preis - Thomas Schüler Architekten Stadtplaner, Düsseldorf. Preissumme 10.000 Euro.

3. Rang – harris + kurrle Architekten BDA partnerschaft mbB, Stuttgart. Preissumme 3.000 Euro.

4. Rang – mharchitekten Partnerschaftsgesellschaft, Stuttgart. Preissumme 3.000 Euro.
 
Sieben Arbeiten wurden insgesamt eingereicht. Vom 14. Dezember 2018 bis 7. Januar 2019 werden alle sieben abgegebenen Arbeiten im Foyer des Rathauses in Künzelsau ausgestellt. Anschließend finden Beratungen über die Entwürfe in den Gremien der Stadt und des Kreises statt.



Der Plan veranschaulicht den neuen Stadteingang nach dem Entwurf des Büros ORPlan. Alle Arbeiten sind bis zum 7. Januar 2019 im Rathausfoyer ausgestellt.

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