Pressemitteilung

Prognosen sagen Einwohnerzuwachs für Künzelsau vorher / Gemeinderat beschäftigt sich in seiner Haushaltsklausur mit richtungsweisenden Themen


In der Dezember-Sitzung soll der Haushaltsplan 2019 fertig gedruckt dem Gemeinderat vorgelegt werden. Den finanzpolitischen Kurs für das kommende Jahr hat der Gemeinderat am Wochenende 19. und 20. Oktober 2018 bei seiner öffentlichen Klausurtagung abgesteckt. Weiterhin werden Rücklagen für voraussichtlich erforderliche Gewerbesteuerrückzahlungen gebildet.
Und weitere erhebliche Kraftanstrengungen stehen bevor – sowohl finanziell wie personell. Martin Joos und Jürgen Mühlbacher von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH haben den Stadträten einen erfreulichen Einwohnerzuwachs prognostiziert, aber auch aufgezeigt, was es bedeutet, die Infrastrukturen wie die Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen dieser Entwicklung anzupassen. Erforderlich sind, nach Auffassung der Experten, erhebliche Mittel, um bestehende Einrichtungen zu sanieren und neue Betreuungsplätze zu schaffen. Ein Umzug der Brüder-Grimm-Schule in den Anbau des Ganerben-Gymnasiums, das noch Raumkapazitäten frei hat, könnte Platz für ein Kinderhaus in den heutigen Räumen der Brüder-Grimm-Schule schaffen. Auch die Erweiterung des Kindergartens Taläcker I, scheint angesichts des Blicks in die Zukunft erforderlich. Der Gesamtüberblick über alle städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen, den Martin Joos und Jürgen Mühlbacher erarbeitet haben, ist für den Gemeinderat und die Stadtverwaltung die notwendige Entscheidungsgrundlage für alle künftigen Investitionen. „Wir wollen und müssen unsere Kindergärten und Schulen der demografischen Entwicklung anpassen“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Auch wenn die zu erwartenden Investitionen eine Herausforderung für den städtischen Haushalt der kommenden Jahre sein wird, „so ist die vorhergesagte Einwohnerentwicklung doch sehr vielversprechend für Künzelsau.“
Stadtrat Claus Henne will Künzelsau auch weiterhin als besonders kinder- und familienfreundliche Stadt positionieren und spricht sich für die komplette Abschaffung der Kinderbetreuungsgebühren (Kindergartengebühren) aus. Dafür erhält er überwiegend Zuspruch von seinen Stadtratskollegen und rennt auch bei Bürgermeister Stefan Neumann und der Stadtverwaltung offene Türen ein. Schon jetzt zahlen Eltern keine Gebühren für den „normalen Kindergartenplatz“ mehr, lediglich für U3-Betreuungsplätze und Ganztagesbetreuung werden noch Gebühren erhoben. So soll der Haushalt 2019 von Künzelsauer Eltern keine Kindergartengebühren mehr auf der Einnahmenseite verbuchen. Die entsprechenden Beschlüsse muss der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen fassen. Künzelsau ist mit der kompletten Gebührenfreiheit wohl erneut Vorreiter in der Region und im Land.
 
Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft
Städtische Gebäude im Egerlandweg und An der Stadtmauer könnten abgebrochen, dort und an anderen Stellen, wie im Neubaugebiet Haselhöhe Gaisbach, neue Mietwohnungen gebaut werden, informiert Bürgermeister Stefan Neumann. „Wir möchten zusammen mit der Architektenkammer zeigen, dass man preisgünstigen Mietwohnungsbau schaffen kann.“ Dafür müsste eine neue Sparte in den KünWerken aufgemacht und eine städtische Wohnbaugesellschaft gegründet werden. „Die Perspektive muss die schwarze Null sein.“.
In den öffentlichen Sitzungen am 6. und 13. November 2018 beschäftigt sich der Gemeinderat erneut mit den finanziellen Rahmendaten für das kommende Jahr. In der Sitzung am 18. Dezember 2018 wird der Haushalt 2019 eingebracht. Zuhörer sind herzlich willkommen.
 
Gemeinderatsarbeit im Internet
Sitzungstermine und –unterlagen sind auch auf der städtischen Homepage einsehbar: https://www.kuenzelsau.de/de/entscheiden---gestalten/Bürgerinfo/Sitzungskalender-

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