Pressemitteilung

Stadt investiert in Baugebiete, Bauhof-Fahrzeug, Stadtbücherei, Kläranlage und IT-Struktur


Stadtverwaltung muss investiert werden und die Kläranlage Künzelsau muss betriebsbereit gehalten werden, bis die Großkläranlage im Kochertal kommt. In Amrichshausen und Gaisbach will die Stadtverwaltung so schnell wie möglich Baugebiete anbieten, den Wasserhochbehälter Weckrain vollends sanieren und in Künzelsau im Alten Rathaus die Stadtbücherei erweitern.
 
Bekanntgaben
Bürgermeister Stefan Neumann eröffnete die Sitzung mit der Nachricht, dass die stellvertretende Hauptamtsleiterin Christiane Bergdolt vom Gemeinderat in Neuenstein zur Hauptamtsleiterin gewählt wurde und deshalb die Stadtverwaltung Künzelsau zum 1. Oktober 2018 verlässt. Er dankt ihr für die gute Zusammenarbeit und überreicht ihr einen Blumenstrauß. Weiter gibt Bürgermeister Stefan Neumann die in der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse in der Gemeinderatssitzung am 19. Juni 2018 bekannt: Der Gemeinderat hat sich für die Besetzung der Schulleiterstelle an der Grundschule Kocherstetten mit Steffen Gahm ausgesprochen und Beschlüsse zur Jagdverpachtung und zu überplanmäßigen Ausgaben gefasst.
 
Neuer Baggerlader für den Bauhof

Für Grab- und Transportarbeiten braucht der städtische Bauhof einen Baggerlader, der bisherige ist 16 Jahre alt und darf aufgrund technischer Mängel nicht mehr eingesetzt werden. Die Reparaturkosten würden mindestens 10.000 Euro betragen. Deshalb soll ein neues Fahrzeug beschafft werden. Der Gemeinderat hat die Stadtverwaltung mit einstimmigem Beschluss ermächtigt, die Ersatzbeschaffung des Baggerladers zum Angebotspreis von 130.900 Euro bei Staufen Baumaschinen in Göppingen vorzunehmen.
 
Sanierung Morsbacher Straße

Diplom-Ingenieur Andre Metzger vom Ingenieurbüro Dreikant aus Wertheim geht auf zurückliegende Beratungen, bereits vorgestellte Planungsvarianten ein und stellt neue Varianten für den Ausbau der Morsbacher Straße vor. Er präsentiert Ausbaumöglichkeiten mit einer Straßenfläche aus Asphalt und Pflaster sowie mit und ohne Gehweg. Auch eine Planvariante, die einen Wendehammer am Ende der Morsbacher Straße beim Morsbacher Tor enthält, stellt er vor. In der angeregten Diskussion werden angesprochen, das Einrichten einer verkehrsberuhigten Zone, das Parkplatz-Angebot und die Frage ob, oder ob nicht Gehwege und ein Wendehammer angelegt werden sollen. Dazu gibt es im Gemeinderat unterschiedliche Auffassungen. Bürgermeister Stefan Neumann erhält am Ende ein Stimmungsbild, nachdem die Mehrheit der Stadträte einen Wendehammer begrüßt, aber Gehwege und Straßenbelag uneinheitlich gesehen werden. Deshalb wird das Ingenieurbüro Dreikant beide Ausführungsvarianten untersuchen und erneut im Gemeinderat vorstellen. Die Kostenschätzungen für bisher vorgestellte Varianten zum Ausbau der Morsbacher Straße liegen ungefähr zwischen 900.000 und einer Million Euro.
 
Sanierung Hochbehälter Weckrain
Die Sanierung des Hochbehälters Weckrain wird in zwei Bauabschnitten durchgeführt. Nachdem der erste Bauabschnitt bereits im März 2018 abgeschlossen werden konnte, ist eine Wasserkammer auch wieder in Betrieb. Jetzt sollen im zweiten Bauabschnitt der restliche Hochbehälter und die zweite Wasserkammer angegangen werden. Der Gemeinderat hat einstimmig die Firma Stauch GmbH aus Kupferzell mit den Beton- und Maurerarbeiten für die Sanierung des Hochbehälters  Weckrain II zu einem Bruttoangebotspreis von 659.710,11 Euro beauftragt. Weiter hat der Gemeinderat den überplanmäßigen Ausgaben von 230.000 Euro und ausfallenden Zuweisungen für wasserwirtschaftliche Vorhaben in Höhe von 250.000 Euro zugestimmt. Die Deckung erfolgt über die Haushaltsstelle „Maßnahmen im Rahmen der Abwasserkonzeption“ im Vermögenshaushalt des Eigenbetriebs Wasser.
 
Es gibt eine rege Nachfrage für die insgesamt 19 Bauplätze in Amrichshausen, die am südlichen Ortsrand von Amrichshausen entstehen - neun sind schon reserviert.Baugebiet Amrichshausen
Im ersten Bauabschnitt für das Baugebiet „Südlicher Ortsrand“ in Amrichshausen werden auf einer Baufläche von rund 11.700 Quadratmetern insgesamt 19 Bauplätze entstehen. Neun davon sind bereits reserviert. Der Gemeinderat hat mit einstimmigem Beschluss die Firma Steinbrenner GmbH aus Wiesenbach mit den Tief- und Straßenbauarbeiten für das Baugebiet zu einem Bruttoangebotspreis von 952.201,63 Euro beauftragt. Weiter haben die Stadträte den außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 953.000 Euro für die Erschließung zugestimmt. Die Deckung erfolgt über Grundstückserlöse.
Nach den Bauferien im August 2018 soll die Firma Steinbrenner mit den Tief- und Straßenbauarbeiten beginnen. Geht alles nach Plan, sollen die Erschließungsarbeiten Ende April 2019 abgeschlossen sein.
 
In Gaisbach sollen die beiden Gewerbegebiete „Gaisbach-Süd“ und „Hofklinge“, links und rechts der Waldenburger Straße, möglichst schnell erschlossen werden. Die Interessenten drängen.Gewerbegebiete Gaisbach
Der Gemeinderat hat die Stadtverwaltung mit einstimmigem Beschluss ermächtigt, die Tief- und Straßenbauarbeiten für die Erschließung der Gewerbegebiete „Gaisbach-Süd“ und „Hofklinge“ in Gaisbach an die Firma Leonhard Weiss GmbH aus Bad Mergentheim zu einem Bruttoangebotspreis von 1.464.683,26 Euro zu vergeben. Die Stadträte haben außerdem den außerplanmäßigen Ausgaben für die Erschließung des Gewerbegebietes Gaisbach Süd mit 550.000 Euro und der Erschließung des Gewerbegebietes Hofklinge mit 630.000 Euro zugestimmt. Die Deckung erfolgt über Grundstückserlöse. Die Tiefbauarbeiten sollen baldmöglichst begonnen und noch 2018 abgeschlossen werden. Im Gebiet Gaisbach-Süd wurden bereits alle vorhandenen Bauflächen reserviert und im Gebiet Hofklinge sind von sechs vorhandenen Baugrundstücken bereits vier reserviert. Die Interessenten drängen auf eine schnellstmögliche Herstellung der Bauplätze.
 
Sanierung Kläranlage Künzelsau
Zurzeit wird der Bau einer interkommunalen Großkläranlage im Kochertal untersucht. Die beteiligten Gemeinden haben sich bereits positiv dazu erklärt. Die Kläranlage Künzelsau muss bis zur Fertigstellung der Großkläranlage im Kochertal betriebsfähig gehalten werden. Dafür ist ein Sanierungsaufwand nach Kostenschätzung von rund 550.000 Euro erforderlich.        Dennoch muss die Kläranlage Künzelsau bis zur Fertigstellung der Großkläranlage im Kochertal für den Zeitraum von acht bis zehn Jahren betriebsfähig gehalten werden und dafür ist ein Sanierungsaufwand nach Kostenschätzung von rund 550.000 Euro erforderlich. Im Vorfeld waren die Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen und der Gemeinderat bereits über die anstehende Beauftragung des Ingenieurbüros Süddeutsche Abwasserreinigungs-Ingenieur GmbH (SAG) mit den Planungsleistungen für die Kläranlagensanierung informiert. Einige Stadträte kritisieren jedoch, dass das Ingenieurbüro SAG vor dem formalen Beschluss zur Beauftragung durch den Gemeinderat tätig geworden ist. Leider, so Bernd Scheiderer, der Technische Leiter der KünWerke, kann der Beschluss über den Planungsauftrag erst in der aktuellen Gemeinderatssitzung gefasst werden. Aus Zeitgründen, um die Maßnahme noch dieses Jahr umsetzen zu können, sei jedoch das Gewerk „Erneuerung technischer Anlagen und EMSR-Technik auf der Kläranlage Künzelsau“ bereits vor der Gemeinderatssitzung vom 24. Juli 2018 ausgeschrieben worden. Bürgermeister Stefan Neumann bedauert den formalen Fehler und sagt zu, künftig auf die Ausschreibungsplanung zu achten. In der Sache waren Gemeinderat und Öffentlichkeit über die grundlegende Weiterführung der Sanierungsplanung Kläranlage Künzelsau durch die SAG informiert. Die Beauftragung eines anderen Ingenieurbüros hätte dessen inhaltliches Einarbeiten, dadurch zeitliche Verzögerung und einen zusätzlichen Kostenaufwand bedeutet. Die SAG war aufgrund umfangreicher vorhergehender Beauftragung „im Thema“.
 
Abschließend beauftragt der Gemeinderat das Ingenieurbüro Süddeutsche Abwasserreinigungs-Ingenieur GmbH (SAG) aus Ulm mit den Planungsleistungen für die Baumaßnahme „Sanierung Kläranlage Künzelsau“. Der Beschluss wird mit 13 Ja-, sieben Gegenstimmen und einer Enthaltung gefasst. Damit ist die Sanierung der Kläranlage Künzelsau auf einem formal korrekten Weg.
 
Erneuerung Serverinfrastruktur der Stadtverwaltung
Die Serverstruktur der Stadtverwaltung ist über sieben Jahre alt und muss dringend erneuert werden. Für Beratung und Erstellung einer EDV-Konzeption wurde externe Beratung von IT-Consulting und über das Kommunale Rechenzentrum (ITEOS) in Anspruch genommen.
Einstimmig ist der Beschluss des Gemeinderates mit dem das Gremium der überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von zirka 65.000 Euro zustimmt. Die Deckung erfolgt über außerplanmäßige Einnahmen. Weiter wird die Stadtverwaltung ermächtigt, den Auftrag für die Lieferung der Hardware-Komponenten an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben.
 
Spenden
Seit der letzten Sitzung des Gemeinderates im Juni sind 18 Spenden in Höhe von insgesamt 4.272,99 Euro bei der Stadtkasse eingegangen. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die Spenden anzunehmen und weiterzuleiten. Bürgermeister Stefan Neumann bedankt sich herzlich bei den Spendern.
 
Neubau Bauhof, Dusch- und Umkleidegebäude Stadion
Den überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 210.000 Euro bei der Haushaltsstelle „Neubau Bauhof“ stimmt der Gemeinderat zu. Ebenso den überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 100.000 Euro bei der Haushaltsstelle „Dusch- Und Umkleidegebäude Stadion Prübling“. Die Deckung erfolgt über den Nachtragshaushalt 2018. Der Beschluss wird einstimmig gefasst.
 
Erweiterung Stadtbücherei im Alten Rathaus
Verschiedene Gewerke zur Erweiterung der Stadtbücherei im Alten Rathaus in Künzelsau wurden öffentlich ausgeschrieben. Das Ausschreibungsergebnis in Höhe von 615.067,90 Euro, so Stadtbaumeister Peter Blumhagen, liege erfreulicherweise unter der Kostenberechnung von 620.860,63 Euro.
Der Gemeinderat ermächtigt die Stadtverwaltung, die Verglasungsarbeiten an die Firma Brand aus Mulfingen, zum Angebotspreis von 69.691,93 Euro, die Malerarbeiten Außenfassade an die Firma Komfortbau Hunger aus Aspach, zum Angebotspreis von 97.682,08 Euro und die Elektroinstallationsarbeiten an die Firma Römer Elektrotechnik aus Mäusdorf, zum Angebotspreis von 173.137,82 Euro zu vergeben.
 
Gemeinderatsarbeit im Internet

Sitzungstermine und –unterlagen sind auch auf der städtischen Homepage einsehbar: https://www.kuenzelsau.de/de/entscheiden---gestalten/Bürgerinfo/Sitzungskalender-

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