Pressemitteilung

Alexander Gerst grüßt die Künzelsauer aus dem Sternenstädtchen


Tatsächlich steckt Alexander Gerst tief in den Vorbereitungen und im Training für seinen nächsten Aufenthalt in der Internationalen Raumstation (ISS) und konnte deshalb die Grüße für die Künzelsauer nur per E-Mail übermitteln. Aber auch Volker Schmid kann viel Interessantes über die letzte Mission im Jahr 2014 und die zweite Mission im Jahr 2018 berichten, zu der Gerst als erster deutscher ISS Commander aufbrechen wird. Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn ist der Weltraum-Experte für das Raumfahrtmanagement zuständig. In dieser Eigenschaft hat er die letzte Mission „Blue Dot“ von Alexander Gerst gemanagt und bereitet auch die wissenschaftliche Arbeit und Experimente für dessen zweite Mission und den Aufenthalt in der ISS im nächsten Jahr vor. Wegen Volker Schmid und den Informationen, die er über die Arbeit und Vorbereitungen von Alexander Gerst mitbringt, sind auch die Eltern, Oma und Tante des Astronauten gekommen. „Die ISS ist eines der größten Kooperationsprojekte der Menschheit.“ Trotz der verschiedenen Sprachen und Kulturen, die beteiligt sind, funktioniere die Raumstation seit 18 Jahren. Schätzungswiese 2.100 Wissenschaftler aus mehr als 90 Staaten sind involviert und haben mehr als 1.900 wissenschaftliche Experimente vorbereitet und durchgeführt. Die Raumstation ist als das hellste Objekt am Nachthimmel zu erkennen und umkreist die Erde in 90 Minuten. Alexander Gerst wird also bei seinem nächsten Aufenthalt dort 16 Sonnenauf- und 16 Sonnenuntergänge pro Tag erleben, während er sich unter anderem mit einem neuen Mikroskop beschäftigt. Damit, so der DLR-Manager, ist ein Beobachten von Wurzelwachstum und Wirkungen von Botenstoffen möglich. Gerst wird außerdem der Frage nachgehen, ob es möglich ist, unter den Bedingungen im All ein ideales Mischungsverhältnis für Beton zu finden. Auch ein Projekt, das eine Identifikation von großen Schiffen und deren Bewegungen ermöglicht, ist vorgesehen. Alexander Gerst ist der erste deutsche ISS-Commander und er wird als besonderes Highlight ein robotisches System mit künstlicher Intelligenz an seiner Seite haben. „Wir sind heiß darauf. Wir wollen wissen, wie das funktioniert und interagiert“. Am Ende seines Vortrags wird Volker Schmid von Raumfahrtinteressierten umlagert und lässt sich gerne weitere Informationen im persönlichen Gespräch entlocken. Bürgermeister Stefan Neumann bedankt sich für den interessanten Ausblick auf die Arbeit von Alexander Gerst bis zur und während seiner nächsten Mission.
Volker Schmidt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gibt Einblicke in Alltag und Arbeit von Alexander Gerst. Im Rathaus berichtete er über geplante Experimente bei der nächsten Mission 2018.

Ausstellung im Rathaus
Die Raumfahrt und Alexander Gerst stehen auch im Mittelpunkt der Ausstellung im Rathaus in Künzelsau. Sie ist während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung und auch am kommenden Sonntag, 2. April 2017 von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Um 14 Uhr findet eine Führung durch die Ausstellung „Künzelsau an Houston: Start der Langzeitmission“ statt. Der Eintritt und die Teilnahme an der Führung sind frei. Im Laufe des Jahres werden weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung angeboten.


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