Pressemitteilung

Alexander Gerst 2018 wieder in der ISS


war das Interesse für die Weltraumfahrt in Künzelsau und sogar weltweit wieder geweckt und hat einen bis dahin nicht gekannten Höhepunkt erreicht. Wir sind begeistert, dass Alexander Gerst nun ein zweites Mal zur ISS fliegen und dort experimentieren kann. Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns mit ihm und fiebern wieder mit.“ Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann konnte Gerst gleich und direkt persönlich gratulieren.

Große Freude bei den Künzelsauern in Köln, von links MdB Christian Freiherr von Stetten, Dr. Alexander Gerst, Bürgermeister Stefan Neumann. Er und der Bundestagsabgeordnete Christian Freiherr von Stetten, der auch Mitglied des Parlaments und Mitglied der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt des Deutschen Bundestages ist, waren heute in Köln. "Das ist heute ein großer Tag für die bemannte Raumfahrt in Deutschland, aber auch für die Region Hohenlohe. Ich war mir immer sicher, dass Alexander Gerst eine weitere Mission bekommen wird. Einen besseren Wissenschaftler im All und einen überzeugenderen Hohenloher Botschafter, um junge Leute für Technik zu begeistern, gibt es nicht“, so Christian Freiherr von Stetten.

In Köln auf dem Areal von DLR und ESA - die Künzelsauer Delegation und der E-Bus der Firma Metzger aus Künzelsau. Von links: Albrecht Eisenmann, Firma ebe EUROPA GmbH, Thorsten Metzger, Metzger-Reisen GmbH, Roland Braun Werkleiter des Nahverkehrs Hohenloh Mit nach Köln gekommen ist auch eine kleine Delegation mit einem nagelneuen Elektrobus, dessen emissionssparender Radnabenantrieb bei dem Künzelsauer Unternehmen Ziehl-Abegg entwickelt wurde. Der vollständig abgasfreie Bus transportierte Bundeskanzlerin Merkel und die Chefs von DLR, Professor Pascale Ehrenfreund, und ESA, Professor Jan Wörner, über den DLR-Standort und die Astronauten-Trainingsanlagen der ESA.

„Keine Frage, auch die zweite Mission wird begeistert begleitet“
Bürgermeister Stefan Neumann hat die überschäumende Begeisterung der Menschen für die Arbeit von Alexander Gerst in der ISS zum Anlass genommen, ihm beim Livecall im September 2014 eine große Welcome-Party zu versprechen. – Und die hat Künzelsau, die Kreisstadt im Norden von Baden-Württemberg, am 9. Mai 2015 mit der ganzen Region gefeiert. Rund 10.000 Besucher haben einen sympathischen Menschen und beeindruckenden Astronauten erlebt und sich in den Bann seiner Bilder und Erzählungen ziehen lassen.

„In Künzelsau haben wir die erste „BlueDot“-Mission vom Start am 28. Mai über die gesamten 165 Tage bis zur Landung am 10. November 2014 aufmerksam verfolgt,“ so Bürgermeister Neumann. Am 9. Mai 2015, im Rahmen der Welcome-Party, hat der Künzelsauer Gemeinderat dem erfolgreichen Astronauten die Ehrenbürgerwürde verliehen. „Keine Frage, dass wir unseren Ehrenbürger auch bei seiner zweiten Mission im All wieder sehr aufmerksam und begeistert begleiten. Herzlichen Glückwunsch, lieber Alexander Gerst!“


Hintergrund
Ehrensache war der Einsatz des Künzelsauer Elektrobusses beim Kanzlerinbesuch heute. Aufgrund der guten Beziehungen zwischen dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum in Köln und der Stadt Künzelsau, war es klar, dass der Junior-Chef der Metzger-Reisen GmbH aus Künzelsau seinen neuen klimatisierten Niederflurbus spontan zur Verfügung stellt. Thorsten Metzger ist gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Neumann, dem Werkleiter des Nahverkehrs Hohenlohekreis Roland Braun und einem Vertreter des Busherstellers ebe EUROPA GmbH aus Memmingen nach Köln gefahren – natürlich, um dem Künzelsauer Alexander Gerst zu gratulieren – aber auch, um die neue Antriebstechnik in der Praxis zu demonstrieren. Im Künzelsauer Unternehmen Ziehl-Abegg wurde der neue Radnabenantrieb entwickelt. Der Clou bei der neuartigen E-Mobilitätslösung für E-Busse: Der Elektromotor sitzt direkt in der Mitte des Rades. Dadurch wird neben dem Dieselmotor jedes Schalt-, Differential- und einfache Übersetzungsgetriebe überflüssig. Der Vorteil neben der Emissionseinsparung ist die hohe Effizienz. Denn jede Getriebeübersetzung schluckt Energie. Das „ZAwheel“ kommt so auf unerreichte 90 Prozent Wirkungsgrad von der Batterie zum Rad. Möglich ist dies durch eine ausgeklügelte Steuerung – die auch komplett im Rad integriert ist. Dass beim Bremsen die Energie nicht verloren geht, sondern wieder in die Akkus gespeist wird, versteht sich von selbst.

Auszüge von Presseinfos DLR und ESA:
Erster Besucher der Kanzlerin bei ESA und DLR in Köln
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besuchte heute, Mittwoch, 18. Mai 2016, auf Einladung des deutschen ESA-Astronauten Dr. Alexander Gerst erstmals das Europäische Astronautenzentrum ESA/EAC und das DLR in Köln. Die Chefs von DLR, Prof. Pascale Ehrenfreund, und ESA, Prof. Jan Wörner, haben die Bundeskanzlerin empfangen und über den DLR-Standort sowie durch die Astronauten-Trainingsanlagen der ESA geführt.

Alexander Gerst: Astronaut, Geophysiker und Vulkanologe
Der promovierte Geophysiker und Vulkanologe Alexander Gerst gehört seit 2009 dem Astronautenkorps der Europäischen Weltraumorganisation ESA an. Er flog im Mai 2014 an Bord eines russischen Sojus-TMA Raumschiffes zur ISS, um dort im Rahmen seiner europäischen "BlueDot"-Mission ein halbes Jahr lang zu leben und zu forschen. Er war der elfte Deutsche im All und der dritte deutsche Raumfahrer auf der ISS. Im November 2014 endete die Expedition für Alexander Gerst und er kehrte nach 165 Tagen im Weltall an Bord eines Sojus-Raumschiffs zur Erde zurück.

Im Mittelpunkt der "BlueDot"-Mission standen mehr als 100 wissenschaftliche Experimente auf den Gebieten der Materialforschung, Biologie, Medizin, Physik, Astronomie, Erdbeobachtung und Technologieerprobung - in Kooperation mit dem DLR. Neben den wissenschaftlichen Experimenten wurden auch mehrere Bildungsprogramme für Schulen durchgeführt.

Heute arbeitet Alexander Gerst im Europäischen Astronautenzentrum in Köln und unterstützt als Leiter der "Astronaut Operations Unit" die nach ihm ins All gefolgten ESA-Astronauten.



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