Lebenslage

Radioaktivität

Unter Radioaktivität wird die Eigenschaft instabiler Atomkerne verstanden, spontan seinen Zustand zu verändern (Masse, Kernladung, Energiezustand) und dabei ionisierende Strahlung auszusenden.

Radioaktive Stoffe kommen in der Natur vor, beispielsweise in Form von Uran, Kalium-40 oder dem Edelgas Radon-222 in Böden oder bestimmten Gesteinen. Sie können aber auch kosmogenen Ursprungs sein wie z.B. Kohlenstoff-14 oder Tritium, die durch Wechselwirkung von Kohlenstoff und Wasser mit kosmogener Strahlung entstehen. Radioaktive Stoffe werden aber auch künstlich erzeugt und in der Medizin, der Forschung oder zur Erzeugung von Strom genutzt.

Natürliche und künstliche Radioaktivität tragen zur Strahlenexposition des Menschen bei. Die jährliche natürliche Strahlenbelastung eines normalen Bürgers in Deutschland beträgt durchschnittlich 2,1 Millisievert (effektive Dosis). Je nach Wohnort, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten reicht sie von zirka einem bis zu zehn Millisievert. Die mittlere Strahlenbelastung aus der Verwendung künstlicher radioaktiver Stoffe Radionuklide (aus medzinischer und technischer Anwendung) beträgt in Deutschland circa 2,0 Millisievert pro Jahr.

Wenn Sie Fragen zum Strahlenschutz im Bereich der Medizin und der Industrie haben, können Sie sich an das für Sie zuständige Regierungspräsidium wenden.

Kernenergie

In Baden-Württemberg werden nur noch die beiden Kernkraftwerke Philippsburg 2 und Neckarwestheim II zur Stromerzeugung betrieben. Sie müssen nach den Festlegungen des gültigen Atomgesetzes spätestens am 31.12.2019 beziehungsweise am 31.12.2022 vom Netz genommen werden.

Die Sicherheit der Kernkraftwerke in Baden-Württemberg wird durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft überwacht.

Übergeordnete Lebenslage: Umwelt

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