Pressemitteilung

Künzelsau ist mit fünf Haltestellen und zehn Stationen dabei


Von 15 Haltestellen ausgehend, erwarten die Besucher am 31. März ab 19 Uhr 22 Kultur-Stationen von Künzelsau bis Schwäbisch Hall. Alle 20 Minuten können die Kultur-Reisenden an jeder Haltestelle den Kulturnachts-Bussen zusteigen bzw. aussteigen. Fahrpläne hängen während dieser Nacht an allen Kulturnachts-Haltestellen aus.
Die Vielfalt der Angebote an der 1. Kulturnacht ist außergewöhnlich, denn der Kocher verbindet große und kleine Orte, die sowohl kleine und feine wie auch große und bekannte Kultureinrichtungen und Künstler beheimaten.
Allein in Künzelsau sind die Angebote sehr umfangreich und vielfältig.

Stadtgeschichte und Kunst von besonderen Menschen
An der ersten Haltestelle „Stadtmitte“ führt das leuchtende Leitsystem zum Stadtmuseum, zur Hirschwirtscheuer, zum Hohenloher Kunstverein und zum Skulpturenpfad der Sammlung Würth. Im Stadtmuseum wird die Stadtgeschichte Künzelsau in der Ausstellung „Viele Herren, eine Stadt – Künzelsau unter den Ganerben“ aufgearbeitet. Durch die Räume des denkmalgeschützen Gebäudes werden bei der Kulturnacht jazzige Klänge des Uwe Saußele Trios schallen; der Arbeitskreis Stadtmuseum bietet zur Ausstellung passendes Catering. In der Hirschwirtscheuer zeigt die Ausstellung „Lila sind manche roten Punkte – Kunst von besonderen Menschen“ mit einer großen Auswahl an Werken aus der Sammlung Würth einmal mehr die kreative und künstlerische Energie von Menschen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung. Zu jeder vollen Stunde kann an einer Kurzführung teilgenommen werden. Das Museum Würth hat in dieser Nacht zwar nicht geöffnet, es eröffnet aber dafür um
19 Uhr den „Skulpturenpfad der Sammlung Würth“ im Stadtkern von Künzelsau. Der Hohenloher Kunstverein versteht sich als ein Ort zeitgenössischer Kunst und Kultur. Hier werden regelmäßig Arbeiten namhafter Künstler aus der näheren und weiteren Region gezeigt. Zum Cinema wird die Galerie an der Kulturnacht und auf der Leinwand präsentieren sich die Siegerfilme des Internationalen Stuttgarter Trickfilmfestivals zu einem besonderen Galerieerlebnis. Die aktuelle Ausstellung mit Arbeiten von Ulrich Klieber, die bis zum 22.04.2012 dauert, ist zur Kulturnacht ebenfalls geöffnet.

Jeans selbst gestalten
Die zweite Haltestelle „Evangelisches Gemeindehaus“ führt direkt zum Mustang-Museum. Hier kann man sich an der 1. Kulturnacht im Kochertal auf eine multimediale Zeitreise begeben und die Geschichte der ersten europäischen Jeans-Marke Mustang kennen lernen: Welche Rolle spielten darin sechs Flaschen Schnaps, wie kam die erste Damen-Jeans auf den Markt, wie prägt der jeweilige Zeitgeist die Marke und die Marke den Zeitgeist? In der Villa der Gründerfamilie erwartet die Besucher Erstaunliches und Amüsantes rund um das Thema Jeans. Bei der „Finishing-Aktion für jedermann“ können die mitgebrachten Jeans selbst bearbeitet und diesen so einen neuen Look gegeben werden. In der eigens für diese Nacht entstandenen „Blue Bar“ gibt es vom Profi gemixte blaue Getränke.

Musikalisch umrahmte Bergbahnfahrt mit tollen Erlebnissen
Die Haltestelle Nummer drei ist der Ausgangspunkt, um durch die Bahnhofsunterführung zur Bergbahn und schließlich zum Bürgertreff Taläcker zu kommen. Im Bahnhofstunnel kann in der Nacht vom 31. März auf den 1. April live dabei zugesehen werden, wie Meister ihres Fachs den Tunnel zur Bergbahn mit Streetart-Techniken gestalten. Im Anschluss erwartet Besucher die Standseilbahn, die  die Künzelsauer Kernstadt im Kochertal mit dem auf der Hohenloher Ebene gelegenen Stadtteil Taläcker verbindet. Hier sorgen verschiedene Musiker in der fahrenden Bergbahn, die ebenfalls im 20-Minuten-Takt fährt, für Unterhaltung. Unter anderem lässt ein Drushba-Chor mit deutschen Volksliedern die Fahrt in der Bergbahn zu einem besonderen Erlebnis werden. 
Nach einer 6-minütigen Fahrt mit der Bergbahn erreicht man den Bürgertreff Taläcker, in dem eine Ikonen-Ausstellung präsentiert wird. Dort kann man sich auch von Ikonen-Malern die Vorgehensweise dieser Maltechnik erklären lassen. Die festliche Stimmung durch leuchtende Kerzen und Musik lädt zum Verweilen ein. In der Aula der Grundschule direkt gegenüber werden kleine und große Leute mit einem liebevollen Handpuppen-Theater, deren Grundlage meist russische Fabeln sind, unterhalten. Die Kindergruppe führt ihr Stück um 19.30 Uhr und 20.30 Uhr vor. Die Gruppe der Erwachsenen ist um 21.30 Uhr und um 22.30 Uhr an der Reihe. Russischer und deutscher Tee sorgen für innere Wärme.

Vorstellung mit faszinierenden Lichteffekten
Und weiter geht es mit der vierten Kulturnachts-Haltestelle in Künzelsau, der Reinhold-Würth-Hochschule. Die Studenten der Hochschule bieten die aktive Mikrokosmos-Ausstellung „Dein Teller- Die unbekannte Welt“ und eine kreative Mischung aus Schwarzlichttheater, Tanzperformance und Ping Pong. Zwischen 19.00 Uhr und 24.00 Uhr ist zu jeder halben Stunde eine Vorstellung geplant. Außerdem findet in der Mensa die Ausstellung „Schäkeleier und Aquarelle“ der Künstlerin Hermine Münch aus Morsbach statt. Für das leibliche Wohl sorgen Studierende der AstA mit einem „Mensaessen bei Nacht“.

Imposante Klangerlebnisse in Kocherstetten
Mit dem Kulturnachts-Bus geht´s weiter nach Kocherstetten. Vereine und Künstler stellen hier gemeinsam das Programm auf die Beine. Zwischen der Haller Strasse / Vogelsberger Steige und der Erlesbachgasse liegt ein schmaler Wasserlauf. Dieser zum Kanal gewordene Bach ist das ideale Umfeld für die Klanginstallation „Flussgesellschaft–Gesellschaftsfluss“ von Ilka Nowicki, Patricia Kühn-Meisenheimer und Professor Guido Kühn. Auch wenn heute das Wasser aus dem Wasserhahn kommt, menschliche Ansiedelungen und Wasserläufe gehören engstens zusammen, was sich über die Zeitläufe in einer Vielzahl von Sprichwörtern und Redewendungen tief ins kollektive Gedächtnis und die Sprache eingegraben hat. Das Kontrastprogramm hierzu erwartet die Besucher in Form eines besonderen Catering-Angebots: der Tornado-Kartoffel.

Alleine durch das Lesen dieses Artikels, hat der ein oder andere bestimmt schon einen Kultur-Ort entdeckt, an dem er noch nie war oder den er einmal wieder besuchen möchte.
Eintrittskarten gibt´s im Bürgerbüro zum Preis von 8 Euro, Familientickets kosten 16 Euro und Schüler-Studenten-Tickets sind für 5 Euro zu haben.


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