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Aktuelles

Künzelsauer werfen einen Blick ins All


Live Call mit ISS-Astronaut Alexander Gerst lockte Tausende
in die Innenstadt

Die Künzelsauer Hauptstraße wurde zum Meer aus blauen Luftballons als die Besucher auf den Beginn des Live Calls zur internationalen Raumstation ISS warteten. Die Möglichkeit, das direkte Gespräch mit dem Künzelsauer Astronauten Alexander Gerst zu erleben, lockte rund 5.000 Besucher in die Hauptstraße oberhalb des alten Rathauses. "Ermöglicht haben diesen Live Call Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, und Christian Freiherr von Stetten, Mitglied der Arbeitsgruppe Luft- und Raumfahrt des Deutschen Bundestages", sagte Bürgermeister Stefan Neumann bei seiner Begrüßung. "Ich danke Ihnen, dass Sie das Live-Gespräch mit unserem ESA-Astronauten Alexander Gerst in der Raumstation ISS heute Wirklichkeit werden lassen."

Mission Blue Dot
Auch die ESA-Astronauten Dr. Thomas Reiter und Reinhold Ewald waren zusammen mit Volker Schmid, dem wissenschaftlichen Leiter der "Mission Blue Dot" nach Künzelsau gekommen. Vor Beginn der Übertragung berichteten sie aus eigener Erfahrung über die Entwicklungen in der Raumfahrt. Ganz klar stellten sie den Nutzen der Investitionen in diesem Bereich dar. "Wir verfolgen damit übergeordnete Ziele, unabhängig von der Nationalität", betonte Dr. Thomas Reiter. Dazu gab er Beispiele für die Forschung, die an Bord der ISS betrieben wird. Die Experimente reichen von medizinischen Themen, die zur Entwicklung neuer Medikamente führen können, bis zur Erforschung neuer, leichterer Werkstoffe, die den Energieverbrauch von Fahrzeugen verringern sollen.

Uraufführung und Fragen
Die Zeit bis zur Liveschaltung ins All verkürzte Frank Winkler mit einem extra für „Alex“ geschrieben Song, der welturaufgeführt wurde. Einige Leserinnen und Leser der Hohenloher Zeitung und Hörer von SWR 4 Frankenradio hatten die Möglichkeit, Fragen an Alexander Gerst einzureichen. Sechs wurden ausgewählt und zum Live Call eingeladen. Sie warteten gespannt auf der Bühne, bis es endlich so weit war und die Verbindung freigeschaltet wurde.
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Begeistert: Alexander Gerst und Künzelsau
Alexander Gerst begrüßte die Zuschauer selbst ganz begeistert und freute sich über den Kontakt mit der Heimat. In Künzelsau ist er geboren und zur Schule gegangen. "Ich bin selbst etwas nervös, mit meiner Heimatstadt zu telefonieren", sagte er mit einem sympathischen Lächeln und lies das Künzelsau-Logo aus Eisen schwerelos durchs Bild schweben, das in seinem Gepäck mit auf die Raumstation gereist ist. Von seinen Eindrücken aus der ISS gab er ein interessantes Bild. Die Erde sieht von dort wirklich wie eine blaue Kugel aus. Daher auch der Name der Mission "Blue Dot". Gerne beantwortete er die Fragen, die von der Bühne am alten Rathaus an in gerichtet wurden. "Welche Planeten kann man von der ISS aus sehen?" wollte die die achtjährige Annabelle wissen. "Welche Zeit habt ihr dort oben?" interessierte den Bundestagabgeordneten Christian Freiherr von Stetten.

Die Gesprächszeit mit Alexander Gerst verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. Noch bis November ist er auf der ISS im Einsatz. Danach kann er sich auf einen begeisterten Empfang in Künzelsau freuen. "Wir wollen eine Riesenparty Schmeißen, wenn Alex wieder hier ist", versprach Bürgermeister Stefan Neumann.

T-Shirts: Heiß begehrt
Das speziell mit dem Weltraummotiv designte T-Shirt und dem Gruß an Alexander Gerst war ausverkauft noch bevor das Bühnenprogramm beendet war. Die Stadtverwaltung bestellt nach und gibt bekannt, wann sie wieder zu haben sind. Gonz’N’Friends sorgten vor und nach dem Live Call für gute Stimmung. Die gute Stimmung, begeisterten Besucher und hochkarätigen Raumfahrt-Experten ließen die Veranstaltung mit Unterstützung der DLR und ESA zu einem wunderschönen Fest für Künzelsau werden.

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